Achtertücksche Süstern – Niederdeutsche Bühne Cuxhaven

Achtertücksche Süstern

Zweites Stück der Saison feiert am 15. Januar 2026 Premiere

Wenn Andrea Hinke als Judith leicht panisch ins Telefon ruft: „Nee, du bruukst nich kommen!“ Um dann im nächsten Augenblick entnervt auf die Uhr zu schauen: „Wo blievt se denn allwedder?“, ahnt der Zuschauer: Die Schwestern Judith, Eva und Christin treffen sich nicht aus reiner Geschwisterliebe. Schon der Anlass ist ernst: Nach dem plötzlichen Tod des Vaters soll das Erbe aufgeteilt werden. Dazu kommt, dass die drei Schwestern ebenso wie ihre Motivation für dieses Treffen grundverschieden sind. Judith (Andrea Hinke) kann die hanebüchenen Projekte ihres Mannes nicht mehr finanzieren und hofft auf als älteste Schwester auf einen Großteil des Erbes. Dies gilt auch für Eva (Ingrid Ortmann), die als Lebefrau mehrfach geschieden ist und drei Kinder hat. Christin (Sarah Osterloh), das Nesthäkchen, hatte als Einzige bis zum Schluss mit dem Vater Kontakt. Ihre Erzählungen zeigen ein ganz anderes Bild von dem Mann, den die älteren Schwestern nur als knauserigen, ignoranten Despoten kannten.

Regisseur Philip Lüsebrink entwirft zusammen mit den drei Darstellerinnen eine spannende Charakterstudie auf der Bühne des Stadttheaters: „Jede der drei Frauen hat ihre eigene Geschichte, ganz eigene Brüche und Wendungen im Leben, die sich nun im scheinbar altbekannten Zusammenspiel mit den Schwestern, nach und nach zeigen.“

Es entfaltet sich im Stück „Achtertüksche Süstern“ von Peter Buchholz (übersetzt von Kerstin Stölting) ein spannendes Spiel um Lebenswahrheiten, unterdrückte Gefühlswelten und gemeinsame Erinnerungen. Werden die drei Schwestern es schaffen, für die Verwaltung des Nachlasses ihres Vaters an einem Strang zu ziehen? Schaffen sie es subjektive Wahrheiten und objektive Tatsachen unter einen Hut zu bringen und gemeinsam in die Zukunft zu schauen? Dies wird sich ab Donnerstag, 15. Januar 2026, um 20 Uhr auf der Bühne des Stadttheaters Cuxhaven, Rathausstraße 21 in 27472 Cuxhaven, zeigen.

Hier ein paar Impressionen von den Proben:

Die Darstellerinnen (v.l.): Andrea Hinke, Ingrid Ortmann und Sarah Osterloh sorgen nicht nur mit den Dialogen sondern auch mit ihrer Gestik für einen spannenden Theaterabend.
Dabei geht es mal laut…
… und mal leise zu.
Aber immer steht die Frage nach dem Erbe im Raum.
Von welcher Seite man es auch betrachtet:
Die drei Schwestern haben einiges aufzuarbeiten.